Eigenblutbehandlungen

Eigenbluttherapien sind Verfahren, bei welchen dem Patienten in der Regel aus der Armvene etwas Blut (circa 2-3 ml) entnommen wird und an einer anderen Stelle, zum Beispiel am M. deltoideus (Oberarm), oder am M. glutaeus (Gesäßbereich) intramuskulär wieder injiziert wird. Auch größere Mengen der Wiederzufuhr sind möglich, diese werden dann jedoch meist infundiert.

Hierbei sei angemerkt, dass Eigenblutbehandlungen mit sogenannten Dialyseverfahren nichts zu tun haben. Die Eigenblutbehandlung als Intervention stellt zunächst eine unspezifische Reiztherapie dar, durch welche der Patient angeregt und stimuliert werden soll. Bei einigen Verfahren wird das Blut des Patienten zusätzlich mit Mitteln gemischt oder angereichert (z. B. Sauerstoff oder homöopathischen Komplexmitteln), um eine zusätzliche Wirkungssteigerung zu erreichen.

Eigenblutbehandlungen werden zur Stimulierung des Immunsystems bei Infektanfälligkeit, Hauterkrankungen wie Neurodermitis, oder auch bei Asthma und Beschwerden im rheumatischen Formenkreis eingesetzt. In der Wissenschaft werden Eigenblutbehandlungen seit Beginn des 20. Jahrhunderts als therapeutische Intervention beschrieben und genutzt.